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Liebe Mitglieder,

damit wir das für die Unterstützung von Veranstaltungen verfügbare Budget über das jeweilige Jahr hinweg besser planen und damit insbesondere für die zweite Jahreshälfte noch gerechter verteilen können, bitten wir Sie, künftig folgende zwei Deadlines bei Ihrer Planung zu berücksichtigen: 

Anträge werden in Zukunft gesammelt und im Vorstand nach zwei Stichtagen zeitnah darüber entschieden: 15. April und 15. September.


Da in diesem Jahr der erste Stichtag für Veranstaltungen bis zum Herbst bereits verstrichen ist, werden wir dies in 2025 selbstverständlich noch flexibel handhaben und alle für die ersten drei Quartale eingehenden Anträge so zügig wie möglich beraten.

i.A. des Vorstandes, die Schatzmeisterin (Maren Lorenz)

Die Regionalgruppen Ost und Berlin und die Sektion der Studierenden und Promovierenden veranstalten zum zweiten Mal ein Treffen zum gemeinsamen Austausch über Frauen- und Geschlechtergeschichten. Interessierte aus allen Statusgruppen sind sehr herzlich eingeladen, sich zum Diskutieren neuer Forschungen und Ansätze in der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität zusammenzukommen.

Der Workshop findet vor dem Hintergrund politischer Angriffe auf die Geschlechterforschung und Wissenschaftsfreiheit, aber auch eines historisch interessanten und lebendigen Magdeburg statt. Die Panelbeiträge erstrecken sich vom Mittelalter bis in die 1990er Jahre und verbinden verschiedene Zugänge, unter anderem der Postcolonial und Disability Studies sowie der Global- und Wissensgeschichte, mit der Analysekategorie Geschlecht. Sie alle vereint das Bekenntnis zum kritischen Potential und zur multirelationalen Perspektivierung der (historischen) Frauen- und Geschlechterforschung. In anschließenden Werkstattgesprächen wollen wir die jeweiligen Forschungsansätze gemeinsam reflektieren.

Wir möchten besonders auf die am 25.06.2026 ab 18 Uhr öffentliche und online übertragene Keynote von Johanna Wetzel hinweisen. Johanna Wetzel schloss 2025 ihre Dissertation mit dem Titel „Revolutionary Youth in Mozambique: Socialist Discourses, Organizations, and Experiences among the Independence Generation (1964-1985)“ab. Aktuell forscht sie an der Universität Bremen insbesondere zur FDJ und ihren Beziehungen in Länder in Lateinamerika, Afrika und Asien. In Johanna Wetzels Vortrag verdichtet sich das Erkenntnispotential von Untersuchungen zur Intersektion von Gender und Racein der DDR. Sie widmet sich in ihrer Keynote den Herausforderungen der Überlieferung historischer Erfahrungen an dieser Schnittstelle anhand ihrer Arbeit zu Beziehungen zwischen Vertragsarbeiter*innen und DDR-Bürger*innen. Eine Registrierung für die Keynote ist über diesen Link möglich: https://ovgu.zoom-x.de/meeting/register/QQsczWz6S9acwB5uYmyJgw

Eine Teilnahme in Magdeburg ist nach Anmeldung per E-Mail bis zum 21. Juni 2026 über ost@akhfg.de

möglich. Fragen können ebenfalls gerne an diese Adresse gerichtet werden.

Hier findet ihr das ausführliche Programm: PDF

Bielefeld, 9. – 11. September 2026

Das Programm steht: 41 Fachsektionen und Podiumsgespräche, eine Eröffnungsveranstaltung mit Podiumsdiskussion und Preisverleihung, ein World Café zu Konzepten der historischen Frauen- und Geschlechterforschung und eine Party – Wenn das kein Anlass zur Vorfreude ist!

Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bielefeld (IZG) und mit Unterstützung der Abteilung für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld und des Fokusbereichs „Contestations of Gender and Democracy“ der Universität Bielefeld (ConGeD) durchgeführt. 


Das Programm und alle relevanten Informationen zur Anmeldung finden sich auf  

www.genderhistory2026.de

Für die Teilnahme an der Veranstaltung fallen Kongressgebühren an. Wir haben uns sehr bemüht, diese niedrig zu halten. Bis zum 31. 5. gibt es einen Rabatt für Frühbucher*innen.

Rückfragen und Anregungen bitten direkt an das Organisationsteam unter gg2026@uni-bielefeld.de

Am 25. und 26. Juni 2026 wird an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg ein gemeinsamer Workshop der Regionen Ost, Berlin und der AG Studierende des AKHFG stattfinden.

Wir freuen uns über Beitragsvorschläge zu allen Epochen und Themen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung. Aufgrund des Magdeburger Schwerpunkts in der mittelalterlichen Geschichte freuen wir uns besonders über Beiträge zu dieser Epoche. Wir begrüßen auch ausdrücklich die Vorstellung von Projekten in der Anfangsphase oder mit ersten Ergebnissen als „Work in Progress“. Besonders ermutigen möchten wir außerdem zu Beiträgen in folgenden Themenbereichen:

  • Geschlechtergeschichte und Rechtsextremismus
  • Transnationale und postkoloniale Geschlechtergeschichte
  • Queere Geschichte

Bitte senden Sie Ihre Beitragsvorschläge bis zum 7. April 2026 an ost@akhfg.de oder sonja.dolinsek@ovgu.de
Der Vorschlag bzw. Abstract sollte als einseitiges PDF eingereicht werden, ca. 150–200 Wörter umfassen und von einer biografischen Notiz (ca. 50–100 Wörter) begleitet sein.

Hier finden Sie den vollständigen Call for Papers:

Mit dem Dissertationspreis des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung werden hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der historischen Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.500 Euro dotiert.

Es können bisher unveröffentlichte Dissertationen, die Themen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung behandeln und zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als zwei Jahre sind, eingereicht werden. Vorschläge von Betreuerinnen und Betreuern sind ebenfalls willkommen.

Über die Zuerkennung des Preises entscheidet eine vom Vorstand des AKHFG einberufene Jury unter Ausschluss des Rechtsweges.Die Verleihung findet im Rahmen der Internationalen Konferenz „Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung“ an der Universität Bielefeld (9. bis 11. September 2026) statt.

Anlässlich des 275. Geburtstags von Louise von Anhalt-Dessau widmete sich im November 2025 die Tagung „Louise revisited – Der männliche Blick auf Frauen damals und heute“ einer kritischen Analyse des „male gaze“ als historischer und gegenwärtiger Struktur, finanziell gefördert vom AKHFG.

Hier finden Sie den Tagungsbericht.

Der Lesekreis der Studierenden Sektion des AKHFG findet dieses Semester unter dem Motto „Geschlechtergeschichte durch die Epochen“ statt. Wir treffen uns viermal online auf Zoom, jeweils am ersten Montag des Monats von 14-16 Uhr! Jedes Treffen beschäftigen wir uns mit Geschlechtergeschichte(n) einer anderen Epoche (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Zeitgeschichte). Studierende, Promovierende und alle irgendwo dazwischen sind herzlich willkommen! Kommt (gern auch nur zu einzelnen Terminen) vorbei und/oder sagt’s weiter ☆

📓 Wir diskutieren dieses Semester:

01.12.2025: Bettina Wahrig, „Human Placenta in Premodern Europe – a Cultural and Pharmaceutical Agent“, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 47 (2024), S. 396-417.

05.01.2026: Eleonora Canepari, „Cohabitations, Household Structures and Gender Identities in Seventeenth-Century Rome“, in: Tatti Studies in the Italian Renaissance 17.1 (2014), S. 131-154.

02.02.2026: Patricio Simonetto, „Silicone agency and the making of female trans bodies in Argentina“, in: Journal of Gender Studies, 29.04.2025, DOI: 10.1080/09589236.2025.2499544.

📍Treffpunkt auf Zoom

Anmeldung bei: studis@akhfg.de

Gisela Bock und Ute Daniel, 1990

Wir trauern um Prof. Dr. Gisela Bock, die am 7. November 2025 verstorben ist.

Sie gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des AKHFG. Zur konstituierenden Sitzung lud sie 1989 zusammen mit Karin Hausen ein. Der AKHFG wurde gegründet, um als nationales Komitee der IFWRH (International Federation for Research in Women’s History) beitreten zu können. Gisela Bock vertrat von 1990 bis 1995 das deutsche Komitee im IFRWH-Board und beteiligte sich engagiert in diesem internationalen Gremium sowie im AKHFG. Im Buch von Angelika Schaser über den AKHFG ist sie gut gelaunt auf dessen ersten Arbeitssitzung im Jahr 1990 zu sehen.

Sie gehörte außerdem zu den Gründerinnen der im Campus-Verlag herausgegebenen Reihe Geschichte und Geschlechter, für die sie zusammen mit Karin Hausen und Heide Wunder von 1992 bis 1999 als Herausgeberin tätig war.

Gisela Bocks Veröffentlichungen im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung haben Maßstäbe gesetzt und viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler inspiriert. Ihr Werk ist national und international breit wahrgenommen worden. Als Wissenschaftlerin beteiligte sie sich an Veranstaltungen und Publikationen der autonomen Frauenbewegung, z. B. 1976 an der ersten Sommeruniversität für Frauen in Berlin. Gisela Bocks wissenschaftliche Schriften sind mittlerweile Standardwerke geworden, so etwa ihre Habilitationsschrift über „Zwangssterilisation im Nationalsozialismus“ oder ihr Grundlagenbeitrag zur Frauen- und Geschlechtergeschichte in dem von Karin Hausen herausgegeben Band „Frauen suchen ihre Geschichte“. Sie forschte und lehrte als Professorin am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, an der Universität Bielefeld und an der FU Berlin. 2018 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz für Emanzipation und Gleichberechtigung verliehen.

Nach ihrer Pensionierung 2007 nahm Gisela Bock weiter an Konferenzen teil, gab Interviews, forschte und publizierte – bis kurz vor ihrem Tod.

Mit Gisela Bock verlieren wir eine wichtige Stimme in der Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Angelika Schaser und Kirsten Heinsohn

Gisela Bock im Interview

Gisela Bock: „Erste Frauen“ in der Bielefelder Geschlechtergeschichte, in: Aufbruch und Begrenzung. 50 Jahre Universität Bielefeld als sich öffnender Raum für Frauen, S. 34-36.

Weitere Nachrufe:

Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin


Daniel Schönpflug: Die Geschichte der Frauen war für sie kein Nischenfach, in: FAZ 10.11.2025

Veranstaltet vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bielefeld (IZG) und vom Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) mit Unterstützung des Fokusbereichs „Contestations of Gender and Democracy“ (ConGeD) der Universität Bielefeld

Was geschieht in der Frauen- und Geschlechtergeschichte in diesen politisch herausfordernden Zeiten? Welche Themen und Fragen verdienen unsere Aufmerksamkeit, welche Ansätze und Perspektiven erscheinen besonders fruchtbar? Und wohin geht die Reise? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Kongresses, der im September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.

Wir freuen uns auf eine thematisch vielfältige, in methodischer und theoretischer Hinsicht inklusive, alle historischen Epochen umfassende Tagung, die die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer Vielfalt und Diversität abbildet. Wir wünschen uns Beiträge, die nicht nur neue empirische Forschungsergebnisse vorstellen, sondern diese selbstreflexiv im Feld der Frauen- und Geschlechtergeschichte verorten, methodische und theoretische Probleme benennen und/oder etablierte Ansätze und Begriffe hinterfragen, neue Theorieangebote zur Diskussion stellen und insgesamt zu einem kritischen Blick auf die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer disziplinären und interdisziplinären Verfasstheit und Verwobenheit einladen.

Hier finden Sie den ausführlichen Call for Papers.