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Liebe Mitglieder,

damit wir das für die Unterstützung von Veranstaltungen verfügbare Budget über das jeweilige Jahr hinweg besser planen und damit insbesondere für die zweite Jahreshälfte noch gerechter verteilen können, bitten wir Sie, künftig folgende zwei Deadlines bei Ihrer Planung zu berücksichtigen: 

Anträge werden in Zukunft gesammelt und im Vorstand nach zwei Stichtagen zeitnah darüber entschieden: 15. April und 15. September.


Da in diesem Jahr der erste Stichtag für Veranstaltungen bis zum Herbst bereits verstrichen ist, werden wir dies in 2025 selbstverständlich noch flexibel handhaben und alle für die ersten drei Quartale eingehenden Anträge so zügig wie möglich beraten.

i.A. des Vorstandes, die Schatzmeisterin (Maren Lorenz)

Mit dem Dissertationspreis des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung werden hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der historischen Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.500 Euro dotiert.

Es können bisher unveröffentlichte Dissertationen, die Themen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung behandeln und zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als zwei Jahre sind, eingereicht werden. Vorschläge von Betreuerinnen und Betreuern sind ebenfalls willkommen.

Über die Zuerkennung des Preises entscheidet eine vom Vorstand des AKHFG einberufene Jury unter Ausschluss des Rechtsweges.Die Verleihung findet im Rahmen der Internationalen Konferenz „Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung“ an der Universität Bielefeld (9. bis 11. September 2026) statt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Kopie der Arbeit, eine kurze Zusammenfassung, Kopien der beiden Gutachten, Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Promotionsverfahrens und einen tabellarischen Lebenslauf als PDF-Datei) bis zum 4. Mai 2026 an die Vorsitzende (vorsitz@akhfg.de)

AKHFG e.V.
Prof. Dr. Kirsten Heinsohn (Vorsitz)
Forschungsstelle für Zeitgeschichte
Beim Schlump 83
20144 Hamburg

Anlässlich des 275. Geburtstags von Louise von Anhalt-Dessau widmete sich im November 2025 die Tagung „Louise revisited – Der männliche Blick auf Frauen damals und heute“ einer kritischen Analyse des „male gaze“ als historischer und gegenwärtiger Struktur, finanziell gefördert vom AKHFG.

Hier finden Sie den Tagungsbericht.

Der Lesekreis der Studierenden Sektion des AKHFG findet dieses Semester unter dem Motto „Geschlechtergeschichte durch die Epochen“ statt. Wir treffen uns viermal online auf Zoom, jeweils am ersten Montag des Monats von 14-16 Uhr! Jedes Treffen beschäftigen wir uns mit Geschlechtergeschichte(n) einer anderen Epoche (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Zeitgeschichte). Studierende, Promovierende und alle irgendwo dazwischen sind herzlich willkommen! Kommt (gern auch nur zu einzelnen Terminen) vorbei und/oder sagt’s weiter ☆

📓 Wir diskutieren dieses Semester:

01.12.2025: Bettina Wahrig, „Human Placenta in Premodern Europe – a Cultural and Pharmaceutical Agent“, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 47 (2024), S. 396-417.

05.01.2026: Eleonora Canepari, „Cohabitations, Household Structures and Gender Identities in Seventeenth-Century Rome“, in: Tatti Studies in the Italian Renaissance 17.1 (2014), S. 131-154.

02.02.2026: Patricio Simonetto, „Silicone agency and the making of female trans bodies in Argentina“, in: Journal of Gender Studies, 29.04.2025, DOI: 10.1080/09589236.2025.2499544.

📍Treffpunkt auf Zoom

Anmeldung bei: studis@akhfg.de

Gisela Bock und Ute Daniel, 1990

Wir trauern um Prof. Dr. Gisela Bock, die am 7. November 2025 verstorben ist.

Sie gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des AKHFG. Zur konstituierenden Sitzung lud sie 1989 zusammen mit Karin Hausen ein. Der AKHFG wurde gegründet, um als nationales Komitee der IFWRH (International Federation for Research in Women’s History) beitreten zu können. Gisela Bock vertrat von 1990 bis 1995 das deutsche Komitee im IFRWH-Board und beteiligte sich engagiert in diesem internationalen Gremium sowie im AKHFG. Im Buch von Angelika Schaser über den AKHFG ist sie gut gelaunt auf dessen ersten Arbeitssitzung im Jahr 1990 zu sehen.

Sie gehörte außerdem zu den Gründerinnen der im Campus-Verlag herausgegebenen Reihe Geschichte und Geschlechter, für die sie zusammen mit Karin Hausen und Heide Wunder von 1992 bis 1999 als Herausgeberin tätig war.

Gisela Bocks Veröffentlichungen im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung haben Maßstäbe gesetzt und viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler inspiriert. Ihr Werk ist national und international breit wahrgenommen worden. Als Wissenschaftlerin beteiligte sie sich an Veranstaltungen und Publikationen der autonomen Frauenbewegung, z. B. 1976 an der ersten Sommeruniversität für Frauen in Berlin. Gisela Bocks wissenschaftliche Schriften sind mittlerweile Standardwerke geworden, so etwa ihre Habilitationsschrift über „Zwangssterilisation im Nationalsozialismus“ oder ihr Grundlagenbeitrag zur Frauen- und Geschlechtergeschichte in dem von Karin Hausen herausgegeben Band „Frauen suchen ihre Geschichte“. Sie forschte und lehrte als Professorin am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, an der Universität Bielefeld und an der FU Berlin. 2018 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz für Emanzipation und Gleichberechtigung verliehen.

Nach ihrer Pensionierung 2007 nahm Gisela Bock weiter an Konferenzen teil, gab Interviews, forschte und publizierte – bis kurz vor ihrem Tod.

Mit Gisela Bock verlieren wir eine wichtige Stimme in der Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Angelika Schaser und Kirsten Heinsohn

Gisela Bock im Interview

Gisela Bock: „Erste Frauen“ in der Bielefelder Geschlechtergeschichte, in: Aufbruch und Begrenzung. 50 Jahre Universität Bielefeld als sich öffnender Raum für Frauen, S. 34-36.

Weitere Nachrufe:

Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin


Daniel Schönpflug: Die Geschichte der Frauen war für sie kein Nischenfach, in: FAZ 10.11.2025

Veranstaltet vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bielefeld (IZG) und vom Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) mit Unterstützung des Fokusbereichs „Contestations of Gender and Democracy“ (ConGeD) der Universität Bielefeld

Was geschieht in der Frauen- und Geschlechtergeschichte in diesen politisch herausfordernden Zeiten? Welche Themen und Fragen verdienen unsere Aufmerksamkeit, welche Ansätze und Perspektiven erscheinen besonders fruchtbar? Und wohin geht die Reise? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Kongresses, der im September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.

Wir freuen uns auf eine thematisch vielfältige, in methodischer und theoretischer Hinsicht inklusive, alle historischen Epochen umfassende Tagung, die die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer Vielfalt und Diversität abbildet. Wir wünschen uns Beiträge, die nicht nur neue empirische Forschungsergebnisse vorstellen, sondern diese selbstreflexiv im Feld der Frauen- und Geschlechtergeschichte verorten, methodische und theoretische Probleme benennen und/oder etablierte Ansätze und Begriffe hinterfragen, neue Theorieangebote zur Diskussion stellen und insgesamt zu einem kritischen Blick auf die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer disziplinären und interdisziplinären Verfasstheit und Verwobenheit einladen.

Hier finden Sie den ausführlichen Call for Papers.

Die AG Studierende und die Regionalgruppen Ost und Berlin des AKHFG laden herzlich zur Diskussion von frauen- und geschlechtergeschichtlichen Forschungsfragen sowie zu gemeinsamen Austausch und Vernetzung, explizit auch zwischen Studierenden, ein.

Der zweitägige Workshop setzt sich aus Beiträgen zu Frauen- und Geschlechtergeschichte zusammen, die thematisch in fünf Panels gegliedert sind und sich von der Frühen Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert erstrecken. Die Vorträge zeigen die Zukünftigkeit von frauen- und geschlechtergeschichtlicher Forschung auf. Über ihre Verbindung mit einer Vielfalt von Methoden und Forschungsansätzen wird das große Potential historischer Frauen- und Geschlechterforschung deutlich, für dessen epochenübergreifende Realisierung sich die Mitglieder des AKHFG engagieren.

Neben der inhaltlichen Diskussion der Forschungsthemen möchten wir einen Raum zur Auseinandersetzung mit Begriffen, Theorien und Methoden schaffen. Wir freuen uns deshalb, dass wir Maria Bühner, die zur Subjektivierung frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland (1945-1995) promoviert, für eine öffentliche Keynote zu queerer Geschichtsschreibung gewinnen konnten. Eine weitere Besonderheit ist, dass im Rahmen eines Kick-Offs die noch junge AG Studierende des AKHFG konsolidiert werden soll. Der Workshop bietet also auch eine gute Gelegenheit, den Arbeitskreis kennenzulernen und sich mit anderen an Geschlechtergeschichte interessierten Menschen aus verschiedenen Statusgruppen im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um vorherige Anmeldung beim Team der Regionalgruppe Ost über ost@akhfg.de.

Hier finden Sie das Programm.

Das diesjährige Treffen der AKHFG-Regionalgruppe Süd steht unter dem Thema „Geliebte Feindin!?“ – Von bösem Blut, Konflikten und Feind*innenschaften in historischer Perspektive. Dabei soll das Themenfeld der Feind*innenschaft genauer kartiert werden, indem die Beziehungen, die Kontexte und Entwicklungen, die betroffene Akteurinnen zu Feindinnen machten, sowie die Konsequenzen, die solche Feind*innenschaften hervorbrachten, im Mittelpunkt stehen.

Das Regionaltreffen findet am 5. Dezember 2025 an der Universität Freiburg statt. Beitragsvorschläge mit einem kurzen Abstract (ca. 250 Wörter) in deutscher oder englischer Sprache und einem kurzen CV (max. 1 Seite) können bis zum 30. Juni 2025 per Mail an sued@akhfg.de eingereicht werden.

Hier finden Sie den vollständigen Call for Papers: